Bankettsoftware 2026: Vergleich, Funktionen & Kosten

von Andreas Köckeis

Aktualisiert am

Bankettsoftware ist Software für Betriebe, die Veranstaltungen mit Bewirtung verkaufen, planen und abrechnen: Sie führt eine Anfrage über Angebot und Auftragsbestätigung zur Bankettmappe (Function Sheet), plant daraus Räume, Personal und Küche und schreibt am Ende die Rechnung – aus einem Datensatz statt aus fünf Dateien. Der Begriff kommt aus dem Hotel, gesucht wird er heute genauso von Caterern, Eventlocations, Restaurants mit Gruppengeschäft und Häusern, die Messen und Kongresse bewirten.

Dieser Vergleich ordnet zuerst, welcher Betrieb welche Art von Bankettsoftware braucht, erklärt dann die sechs Kernfunktionen entlang des Ablaufs, stellt zwölf Lösungen in einer Tabelle gegenüber und schließt mit Auswahlkriterien, Kosten und der Frage, was es kostenlos gibt. Univents ist eine der zwölf Zeilen und wird mit denselben Maßstäben bewertet wie alle anderen. Wie eine Bankettveranstaltung im Hotel Schritt für Schritt abläuft, steht im eigenen Leitfaden zur Bankettplanung im Hotel.

Alle Preise sind Listenpreise netto, Stand September 2026, aus den öffentlichen Angaben der Anbieter. „k. A.“ bedeutet: öffentlich nicht belegt – weder als Zusage noch als Absage.

Kurz gesagt

  • Bankettsoftware verbindet drei Ebenen: Verkauf (Anfrage, Angebot, Vertrag), Durchführung (Bankettmappe, Räume, Personal, Küche) und Abrechnung (Rechnung, Buchhaltung). Die meisten Produkte am Markt decken nur eine oder zwei davon ab.
  • Die wichtigste Unterscheidung ist nicht Hotel gegen Catering, sondern ob die Software nach dem unterschriebenen Angebot aufhört (Sales-Tools wie Tripleseat, iVvy, DIONYS) oder Personal und Küche mitplant (Univents, Bankettprofi, Momentus).
  • Für DACH-Betriebe entscheidend: XRechnung, GoBD und ein Weg zu DATEV. Die internationalen Hotel-Lösungen bringen das nicht mit; Univents, Bankettprofi, CaterSmart und my-venue schon.
  • Preisspanne: rund 55 bis 460 € im Monat für den Grundtarif von Cloud-Software (Zusatzmodule und weitere Nutzer extra), bei lizenzbasierten Systemen rund 3.000 € je Lizenz plus Einrichtung und Wartung; die internationalen Enterprise-Lösungen sind durchweg vertriebsgeführt.
  • Kostenlos gibt es Vorlagen, Rechner, Einstiegsstufen für Angebote und Testphasen – eine vollständige Bankettsoftware mit Personal- und Küchenplanung dauerhaft kostenlos gibt es nicht.

Was Bankettsoftware ist – und was nicht

Bankettsoftware (auch Bankett-Software, Bankettverwaltungs- oder Bankettplanungssoftware) organisiert Veranstaltungen, bei denen Essen und Getränke verkauft, produziert und serviert werden. Ihr zentrales Dokument ist die Bankettmappe beziehungsweise das Function Sheet – im Englischen Banquet Event Order (BEO): eine Seite je Veranstaltung mit Raum, Zeiten, Gästezahl, Menü, Getränken, Technik, Personal und Sonderwünschen, die Verkauf, Küche und Service gleichermaßen lesen.

Abgrenzen lässt sie sich von drei Nachbarn:

  • Hotelsoftware (PMS) verwaltet Zimmer, Gäste und Kasse. Bankettsoftware ergänzt das PMS um den Veranstaltungsbereich; die Zimmerbelegung bleibt im PMS.
  • Kassensysteme rechnen den À-la-carte-Betrieb ab. Für ein Bankett mit Angebot, Anzahlung und Schlussrechnung sind sie nicht gebaut.
  • Kongress- und Teilnehmer-Software kümmert sich um Registrierung, Tickets und Teilnehmerkommunikation. Die Bewirtung, die Räume und das Personal dahinter liegen außerhalb.

Die breitere Einordnung aus Sicht des Caterings – mit Warenwirtschaft, Kalkulation und elf Catering-Lösungen – steht im Catering-Software-Vergleich.

Bankettsoftware für wen? Fünf Betriebstypen

Dieselbe Software fühlt sich in einem Hotel und bei einem Caterer völlig unterschiedlich an. Die Anforderungen im Überblick:

Catering mit Bankettgeschäft

Caterer suchen Bankettsoftware meist dann, wenn sie neben Lieferungen auch Hochzeiten, Firmenfeiern und Galas mit eigenem Service ausrichten – in fremden oder angemieteten Räumen. Entscheidend sind hier Mengenlogik und Küche: Aus 120 Gästen müssen Portionen, Produktionsliste, Packliste für die Anlieferung und der Servicebedarf entstehen, und eine geänderte Gästezahl muss all das mitbewegen. Reine Hotel-Sales-Tools enden genau vor diesem Punkt. Passend sind Komplettsysteme mit Produktions- und Personalplanung; die Übersicht für diesen Betriebstyp steht unter Catering Software.

Eventlocation und Veranstaltungshaus

Für Locations beginnt alles mit der Belegung: Welcher Saal ist an welchem Tag frei, inklusive Auf- und Abbauzeiten, und wie verhindert das System, dass derselbe Raum zweimal verkauft wird? Dazu kommen Bestuhlungsvarianten, Pflicht-Positionen wie Raummiete oder Endreinigung und oft ein fester Catering-Partner oder eine eigene Küche. Spezialisierte Belegungssoftware wie my-venue deckt Belegung, Angebot und Rechnung ab; Komplettsysteme planen zusätzlich Personal und Küche. Mehr dazu unter Eventlocation Software und Event-Location-Management.

Hotel mit Tagungs- und Bankettbereich

Im Hotel ist Bankettsoftware traditionell zu Hause: Tagungspauschalen, Gruppenanfragen, Function Sheets und die Übergabe an Bankettküche und Service, dazu die Verbindung zur Zimmerbelegung im PMS. Internationale Ketten arbeiten oft mit Sales-&-Catering-Suiten wie iVvy oder Event Temple, im DACH-Raum mit Bankettprofi oder cloudbasierten Komplettsystemen. Die ausführliche Übersicht für Hotels steht unter Hotel Software.

Restaurant und Erlebnisgastronomie

Restaurants, Brauhäuser, Eventgastronomie und Erlebnisgastronomie mit Gruppenräumen verkaufen Weihnachtsfeiern, Firmenevents, Hochzeiten und Themenabende parallel zum À-la-carte-Betrieb. Die Kasse kann das nicht: Sie kennt kein Angebot mit Menüauswahl, keine Anzahlung und keine Bankettmappe für die Küche. Gebraucht wird ein schneller Weg von der Gruppenanfrage zum buchbaren Angebot und eine Übergabe an Küche und Service, ohne dass das Kassensystem ersetzt wird. Anfrage-Tools wie DIONYS oder Gastrosync setzen genau dort an; Komplettsysteme gehen bis zu Personal und Produktion weiter.

Messe, Kongress und Tagung

Messe- und Kongressbetriebe – ob Kongresshaus, Messegastronomie oder Caterer auf Messen – haben ein Mengen- und Parallelitätsproblem: viele Räume und Stände gleichzeitig, mehrtägige Veranstaltungen, Tagungspauschalen, Kaffeepausen im Takt des Programms und große Aushilfsteams. Für die Teilnehmerregistrierung gibt es eigene Kongress-Software; Bankettsoftware übernimmt Räume, Bewirtung, Personal und Abrechnung. Für Großvenues wie Kongresszentren und Arenen ist Momentus (ex Ungerboeck) die Enterprise-Referenz, allerdings ohne DACH-Buchhaltungsfunktionen. Wer als Caterer oder Location Messen und Kongresse bewirtet, braucht vor allem mehrere Räume je Veranstaltung, eine Schichtplanung, die mit mehreren Dutzend Aushilfen umgehen kann, und Produktionslisten über mehrere Tage.

Die Kernfunktionen entlang des Ablaufs

Eine Bankettveranstaltung durchläuft sechs Stationen. Gute Bankettsoftware verbindet sie so, dass keine Station abtippt, was die vorherige schon wusste.

1. Anfrage und Verfügbarkeit

Anfragen kommen per Mail, Telefon, Website-Formular oder über Plattformen. Die Software sammelt sie an einer Stelle – etwa in einem Kanban mit Spalten von „neu“ bis „bestätigt“ –, zeigt sofort, ob Raum und Termin frei sind, und hält fest, wer sich kümmert. Eine eigene Anfrage- oder Buchungsseite auf der Website erspart das Abtippen der Kundenangaben.

2. Angebot, Auftragsbestätigung und Vertrag

Menüs, Getränkepauschalen, Tagungspauschalen, Raummiete, Technik und Personalstunden liegen als Produkte mit Preis und Steuersatz im System und werden je Anfrage nur ausgewählt; Mengen ergeben sich aus der Gästezahl. Aus dem angenommenen Angebot entsteht die Auftragsbestätigung, idealerweise mit digitaler Unterschrift – ohne ein zweites Dokument zu bauen. Wie das bei Univents aussieht, zeigt Angebote und Rechnungen.

3. Bankettmappe und Function Sheet

Das Function Sheet ist die Übergabe vom Verkauf an die Abteilungen. Es sollte aus dem Auftrag entstehen, nicht daneben geschrieben werden – sonst stehen spätestens nach der dritten Änderung zwei verschiedene Gästezahlen im Haus. Was auf ein Function Sheet gehört und wie man es aufbaut, erklärt der Leitfaden zu Function Sheet und Küchenzettel. Den minutengenauen Ablauf am Veranstaltungstag hält der Ablaufplan fest; eine Vorlage dafür gibt es als kostenlose Ablaufplan-Vorlage.

4. Räume und Bestuhlung

Wer mehrere Säle hat, braucht eine Belegungsübersicht, die Doppelbuchungen verhindert, und für jede Veranstaltung einen Raum- und Bestuhlungsplan: Bankett rund, parlamentarisch, Stehempfang, Theater. Manche Veranstaltungen belegen mehrere Räume gleichzeitig – Plenum, Foyer für den Empfang, Nebenraum für das Dinner. Mehr unter Raumplan und Bestuhlung.

5. Personal- und Einsatzplanung

Die Bankett-Einsatzplanung ist der Teil, der am häufigsten in einer separaten Tabelle landet. Dabei hängt der Personalbedarf direkt an der Veranstaltung: Gästezahl, Serviceart und Dauer bestimmen, wie viele Servicekräfte, Köche und Barkräfte gebraucht werden. Gute Bankettsoftware legt Schichten an der Veranstaltung an, lässt Mitarbeitende und Aushilfen Schichten über eine App annehmen, erfasst die tatsächlichen Zeiten und gibt sie an Lohnvorbereitung und Nachkalkulation weiter. Mehr dazu unter Personalplanung.

6. Küche, Produktion und Abrechnung

Aus den gebuchten Positionen aller Veranstaltungen eines Tages oder einer Woche entstehen Produktionsliste und Packliste für die Küche, bei größeren Betrieben dazu Bestellungen an Lieferanten. Nach der Veranstaltung werden Nachträge – zusätzliche Getränke, verlängerte Stunden – erfasst und in die Schlussrechnung übernommen, Anzahlungen verrechnet und die Belege an die Buchhaltung übergeben. Was aus der Buchung automatisch in der Küche ankommt, zeigt Produktion und Küche.

12 Bankettsoftware-Lösungen im Vergleich

„Ja“ heißt vom Anbieter beworben oder dokumentiert, „Teilweise“ heißt vorhanden, aber eingeschränkt, als Zusatzmodul oder über Partner-Integration, „Nein“ heißt vom Anbieter nicht angeboten. „DACH“ steht für GoBD-konforme Belege, E-Rechnung und einen Weg zu DATEV.

Anbieter Typ und Schwerpunkt Preis-Einstieg (netto) Function Sheet / BEO Personal / Schichten Küche / Produktion DACH
Univents Komplettsystem für Caterer, Eventlocations, Agenturen und Hotels (DACH) ab 55 €/Monat (Angebote-Tarif); Core-Tarif mit allen Kernmodulen 299 €/Monat, 249 € bei Jahreszahlung Ja Ja, inkl. Zeiterfassung und Mitarbeiter-App Ja (Produktions- und Packlisten, Küchenmonitor) Ja
Bankettprofi (Bp Event) ERP + CRM für Bankett, Catering und Hotellerie (DE), server-basiert ca. 3.000 € je Lizenz + ca. 1.000 € Einrichtung; Wartungsvertrag ab 79 €/Monat Ja Ja Ja Ja
CaterSmart Catering-Software (DE) 290 €/Monat (Sales Pro); Module je +100 €/Monat Ja Nein Ja Ja
my-venue Belegungs- und Verwaltungssoftware für Eventlocations und Veranstaltungszentren (AT) 99 €/Monat (Essential, jährlich), 249 € (Business), 459 € (Premium) Geplant Teilweise Nein Ja
MICE Operations Venue- und Event-Management (EU) ab 99–109 €/Monat (Start), Pro 299–329 €; Setup-Paket optional 1.350 € Ja Teilweise (Schichtplanung über externe Tools) Ja Nein (Peppol statt DATEV/XRechnung)
Gastrosync Hospitality-Event-Software, Anfrage bis Angebot (CH) 75 € je Nutzer und Monat; kein kostenloser Test Ja Teilweise Ja Nein (keine Buchhaltungsschnittstelle)
DIONYS KI-Anfrage- und Angebotstool für Gastronomie 200 €/Monat (Core), 500 € (Professional) Nein Nein Nein k. A.
Tripleseat Event- und Group-Sales für Restaurants, Hotels und Venues (USA) Vertriebsgeführt, kein öffentlicher Preis Ja Nein Nein Nein
iVvy Sales & Catering für Hotels und Venues (Australien) laut öffentlichen Angaben rund 150 US-Dollar/Monat (Event-Modul), 250 US-Dollar (Venue-Modul) Ja Nein Nein Nein
Event Temple Hotel- und Venue-Vertriebs-CRM (Kanada) ab ca. 249 US-Dollar/Monat (Basic, Jahresvertrag) Ja Teilweise (über Integrationspartner) k. A. Nein
Momentus (ex Ungerboeck) Enterprise-Venue-Management für Kongresszentren, Stadien und Arenen (USA) Vertriebsgeführt, kein öffentlicher Preis; Einführung typisch 6–18 Monate Ja Teilweise Ja Nein
Pxier Hospitality-Suite für Catering, Bankettsäle, Hotels, Kasse (Kanada) laut Drittanbieter-Listing ab 45 US-Dollar; kein Preis auf der Website Ja k. A. Ja Nein (keine deutsche Oberfläche)

Die Lösungen im Einzelnen

Univents

Komplettsystem aus Deutschland, in dem Anfrage, Angebot, Auftragsbestätigung, Function Sheet, Raum- und Bestuhlungsplan, Schichtplan, Produktionsliste und Rechnung an einem Datensatz je Veranstaltung hängen. Eine Veranstaltung kann mehrere Räumlichkeiten belegen, das System warnt vor Doppelbuchungen, und der KI-Assistent legt aus Sprachmemo, Mail oder Chat Veranstaltungen und Angebote an. Stärken und Grenzen weiter unten.

Bankettprofi (Bp Event)

Seit über 25 Jahren etablierte ERP-plus-CRM-Software für Bankett, Catering und Hotellerie mit sehr tiefer Kalkulations-, Logistik- und Buchhaltungsfunktionalität – der ausgereifteste Kandidat für Betriebe, die diese Tiefe oder eigenes Hosting brauchen. Dafür rund 3.000 € je Lizenz plus etwa 1.000 € Einrichtung, dazu ein Hotline- und Update-Vertrag ab 79 € im Monat oder alternativ ein Mietmodell; kein Self-Service, auf Macs mit Apple-Chip nur über die Rosetta-Emulation. Detailvergleich Bankettprofi.

CaterSmart

Deutsche Catering-Software mit Online-Konfigurator, eIDAS-signierten Angeboten, Warenwirtschaft mit Produktionsplanung, Function Sheets und KI-Copilot, mit sauberer DACH-Compliance. Für den Bankettbetrieb fehlt die Personalplanung mit Schichten und Zeiterfassung. Sales Pro 290 € im Monat, Zusatzmodule je 100 €. Detailvergleich CaterSmart.

my-venue

Österreichische Belegungssoftware für Veranstaltungszentren, Kulturhäuser und Kongresshäuser mit einem Belegungskalender inklusive Auf- und Abbauzeiten und einer Warnung bei Doppelbuchungen. Die Pakete sind gedeckelt (Essential: 100 Veranstaltungen im Jahr, 3 Räume, 1 Nutzer mit Schreibrecht), Vertragserstellung und weitere Nutzer kosten extra. Die Software endet bei Buchung, Angebot und Rechnung. Detailvergleich my-venue.

MICE Operations

Europäisches Venue-Management seit 2013 mit ausgereiftem Weg von der Online-Anfrage über interaktive Angebote bis zur Rechnung, Kundenportal und automatisch erzeugten Dokumenten. Schichtplanung läuft über angebundene Drittsysteme, für die deutsche Buchhaltung setzt MICE Operations auf Peppol statt DATEV und XRechnung. 14 Tage Test. Detailvergleich MICE Operations.

Gastrosync

Schweizer Hospitality-Software für Restaurants, Locations und Caterer von der ersten Anfrage bis zum signierten Angebot, für die Größe mit breitem Umfang inklusive Küchen- und Function-Sheet-Planung. 75 € je Nutzer und Monat, kein kostenloser Test; in Bewertungen wiederkehrend bemängelt ist die fehlende Buchhaltungsschnittstelle. Detailvergleich Gastrosync.

DIONYS

Verwandelt Gruppen- und Eventanfragen über einen Self-Service-Konfigurator in wenigen Minuten in buchbare Angebote – interessant für Restaurants und Erlebnisgastronomie mit vielen Gruppenanfragen. Dahinter gibt es kein durchgängiges Veranstaltungsmanagement: Function Sheets, Personal und Küche sind nicht beworben. Detailvergleich DIONYS.

Tripleseat, iVvy und Event Temple

Die drei großen internationalen Sales-&-Catering-Lösungen für Hotels, Restaurants und Venues: Tripleseat ist in den USA führend und an über 20.000 Standorten im Einsatz, iVvy bringt ein ausgereiftes Function Diary und über 55 Integrationen in den Hotel-Tech-Stack, Event Temple ist auf Group Sales im Hotel spezialisiert. Alle drei sind stark im Verkauf bis zur BEO, englischsprachig und ohne DACH-Buchhaltung; Personal und Küche planen sie nicht oder nur über Partner. Detailvergleiche: Tripleseat, iVvy, Event Temple.

Momentus (ex Ungerboeck)

Enterprise-Plattform für Kongresszentren, Stadien, Arenen und Hochschul-Campus mit rund 40 Jahren Branchentiefe und Workflows über viele Abteilungen – die Referenz für Großvenues. Vertriebsgeführt ohne öffentliche Preise, Beschaffung und Einführung typisch 6 bis 18 Monate, keine erkennbaren DACH-Compliance-Funktionen. Detailvergleich Momentus.

Pxier

Kanadische All-in-one-Plattform seit 2003 für Catering, Bankettsäle, Restaurants und Hotels, von der Bankettbuchung über das Kassensystem bis zum Kitchen Display. Für DACH-Betriebe fehlen deutsche Oberfläche, XRechnung, DATEV und GoBD. Detailvergleich Pxier.

Auswahlkriterien: sieben Prüffragen

  1. Durchgängigkeit. Entsteht das Function Sheet aus dem Auftrag – oder schreibt es jemand neu? Und landet eine Änderung der Gästezahl im Angebot, im Function Sheet, in der Produktionsliste und im Schichtplan gleichzeitig?
  2. Räume. Kann eine Veranstaltung mehrere Räume belegen, und verhindert das System Doppelbuchungen – auch bei noch offenen Anfragen und mit Auf- und Abbauzeiten?
  3. Personal. Hängen Schichten an der Veranstaltung? Können Aushilfen Schichten per App annehmen, und fließen die erfassten Stunden in Lohnvorbereitung und Nachkalkulation?
  4. Küche. Entstehen Produktions- und Packlisten automatisch über alle Veranstaltungen eines Tages, mit Allergenen und Mengen?
  5. Buchhaltung. Gibt es XRechnung, GoBD-konforme Belege und einen Weg zu DATEV, BMD, Lexware Office oder sevdesk? In Deutschland wird die E-Rechnung im B2B-Bereich ab 2027 gestaffelt zur Pflicht; wer heute kauft, sollte das nicht nachrüsten müssen.
  6. Bedienbarkeit und Geräte. Läuft die Software im Browser auf Windows, Mac, Tablet und Handy – oder nur auf einem Windows-Server im Haus? Kommen Aushilfen ohne Schulung zurecht?
  7. Preismodell und Einführung. Pro Nutzer, pro Standort oder pauschal? Welche Einrichtungsgebühren, Mindestlaufzeiten und Zusatzmodule kommen dazu? Und wer übernimmt Produkte, Kontakte und laufende Veranstaltungen aus dem Altsystem?

Die häufigste Falle über allen sieben Punkten: Häkchen zählen statt eine echte Veranstaltung durchspielen. Nehmen Sie ein Bankett aus dem letzten Monat, bauen Sie es in jedem Kandidaten von der Anfrage bis zur Rechnung nach und ändern Sie zwischendurch die Gästezahl.

Was kostet Bankettsoftware?

Die Preismodelle unterscheiden sich stärker als die Funktionen:

  • Cloud-Abos mit öffentlichem Preis: Univents ab 55 € im Monat für Angebote und Rechnungen, 299 € für den Core-Tarif mit allen Kernmodulen; my-venue 99 bis 459 € im Monat bei jährlicher Abrechnung; MICE Operations 99 bis 329 €; CaterSmart 290 € plus Module; Gastrosync 75 € je Nutzer.
  • Lizenzmodelle: Bankettprofi mit rund 3.000 € je Lizenz, etwa 1.000 € Einrichtung je Lizenz und einem Wartungsvertrag ab 79 € im Monat.
  • Vertriebsgeführt ohne öffentliche Preise: Tripleseat, Momentus und die höheren Stufen von iVvy und Event Temple – hier gehören Einrichtung, Schulung und Mindestlaufzeit ausdrücklich in die Anfrage.

Für die Gesamtrechnung zählen neben dem Listenpreis drei Posten: zusätzliche Nutzer in der Saison (ein Preis je Nutzer wird bei großen Teams schnell teurer als ein Pauschaltarif), Zusatzmodule für Verträge, Personal oder Küche und die Einführungskosten. Die Stufen von Univents stehen in der Preisübersicht.

Bankettsoftware kostenlos: was es wirklich gibt

Eine vollständige Bankettsoftware mit Function Sheets, Personal- und Küchenplanung gibt es nicht dauerhaft kostenlos – dafür sind die Systeme zu umfangreich. Kostenlos gibt es drei Dinge:

  • Vorlagen und Rechner: etwa die Ablaufplan-Vorlage für den Veranstaltungstag oder den Buffet-Mengen-Rechner. Sie ersetzen die leere Tabelle, aber kein System.
  • Kostenlose Einstiegsstufen: Univents lässt sich dauerhaft kostenlos mit vier Angeboten im Monat nutzen, ohne Kreditkarte – genug für einen Betrieb mit wenigen Anfragen, nicht für Personal und Küche.
  • Testphasen: Univents 7 Tage mit vollem Funktionsumfang, MICE Operations und my-venue 14 Tage (my-venue nach Terminabstimmung), Event Temple mit kostenloser Testphase; Gastrosync bietet keinen Test, Bankettprofi eine Demo über den Vertrieb.

Vorsicht bei „kostenloser Bankettsoftware“ aus Tabellenvorlagen: Sie funktioniert, solange eine Person plant. Sobald Verkauf, Küche und Service gleichzeitig am selben Bankett arbeiten, entstehen Versionen – und damit die Fehler, gegen die Bankettsoftware gekauft wird.

Bankett-App: mobil planen, mobil arbeiten

Wer nach einer Bankett-App sucht, meint meist eines von zwei Dingen:

  • Für das Büro und die Bankettleitung: Anfragen, Angebote und Function Sheets unterwegs einsehen und ändern – beim Besichtigungstermin, beim Kunden, am Veranstaltungsort. Browserbasierte Cloud-Software läuft dafür auf jedem Tablet und Handy; server-basierte Systeme brauchen einen Fernzugriff.
  • Für Service, Küche und Aushilfen: Schichten ansehen und annehmen, Zeiten erfassen, die Packliste am Einsatzort abhaken. Bei Univents übernimmt das die Mitarbeiter-App, die sich auf dem Handy installieren lässt und Push-Benachrichtigungen schicken kann; in der Küche zeigt der Küchenmonitor auf dem Tablet den Produktionsstand.

Die Prüffrage für jede Bankett-App: Sieht die Aushilfe auf dem Handy dieselbe Gästezahl wie die Küche auf dem Monitor – oder eine Kopie von gestern?

Univents als Bankettsoftware: Stärken und Grenzen

Die Stärke von Univents ist der eine Datensatz je Veranstaltung. Anfragen laufen in einem Kanban zusammen, auch aus dem verbundenen Postfach und von der eigenen Buchungsseite. Aus dem Angebot entstehen Auftragsbestätigung, Anzahlungs- und Schlussrechnung, aus der Buchung Function Sheet, Produktions- und Packliste und der Schichtbedarf. Eine Veranstaltung kann mehrere Räumlichkeiten belegen, das System schützt vor Doppelbuchungen, der Raumplan hält die Bestuhlung fest, der Ablaufplan die Minuten am Veranstaltungstag. Personalplanung mit Schichten, Zeiterfassung und Mitarbeiter-App ist im System, der Kalender lässt sich mit Google oder Outlook synchronisieren, Kunden sehen ihr Event im Kundenportal. Für Messen und Tagungen kommen Ticketverkauf mit Einlass und Formulare für Referenten und Aussteller dazu. Die DACH-Buchhaltung ist eingebaut: GoBD-konforme Belege, E-Rechnung im XRechnung-Format, Direktübergabe an Lexware Office, sevdesk und bexio, Buchungsstapel für DATEV und BMD. Der KI-Assistent legt aus Sprachmemo, Mail oder Chat Veranstaltungen und Angebote an.

Die Grenzen, ehrlich: Univents ist kein Hotel-PMS und kein Kassensystem – im Hotel ergänzt es das PMS, die Zimmerbelegung bleibt dort. Welche Module in welchem Tarif enthalten sind, steht auf der Preisseite. Für Großvenues mit Abteilungsworkflows in der Größenordnung von Kongresszentren und Arenen ist Momentus gebaut, für Speiseplanung in der Gemeinschaftsverpflegung ein Catering-ERP. Und wie jedes Komplettsystem verlangt Univents gepflegte Produktdaten, bevor die Automatik greift. Preise: Angebote-Tarif 55 € im Monat (46 € bei Jahreszahlung), Core 299 € (249 €), Growth 649 € (499 €), Scale 1.199 € (879 €), Enterprise auf Anfrage; 7 Tage kostenlos mit vollem Funktionsumfang, ohne Kreditkarte.

Häufige Fragen

Was ist Bankettsoftware?

Bankettsoftware ist Software für Betriebe, die Veranstaltungen mit Bewirtung verkaufen und durchführen – Hotels, Eventlocations, Caterer, Restaurants und Kongresshäuser. Sie verbindet Anfrage, Angebot, Bankettmappe beziehungsweise Function Sheet, Raumbelegung, Personal- und Küchenplanung und Rechnung, damit keine Abteilung abtippen muss, was eine andere schon erfasst hat.

Was kostet Bankettsoftware?

Cloud-Lösungen mit öffentlichem Preis liegen im Grundtarif zwischen rund 55 und 460 € im Monat, mit Zusatzmodulen und bei Preisen je Nutzer entsprechend mehr für große Teams. Lizenzbasierte Systeme wie Bankettprofi kosten rund 3.000 € je Lizenz plus Einrichtung und Wartungsvertrag, internationale Enterprise-Lösungen sind vertriebsgeführt ohne öffentliche Preise. Einrichtungsgebühren, Zusatzmodule und Mindestlaufzeiten gehören in jeden Vergleich.

Gibt es kostenlose Bankettsoftware?

Nicht als vollständiges System mit Personal- und Küchenplanung. Kostenlos sind Vorlagen und Rechner, zum Beispiel eine Ablaufplan-Vorlage, dauerhaft kostenlose Einstiegsstufen wie bei Univents mit vier Angeboten im Monat sowie Testphasen von 7 bis 14 Tagen.

Welche Bankettsoftware eignet sich für Hotels?

Das hängt davon ab, wo die Arbeit anfällt. Hotels, die vor allem Gruppen- und Tagungsanfragen schneller in Angebote verwandeln wollen, schauen auf Sales-&-Catering-Lösungen; Hotels, bei denen Bankettküche, Service-Einsatzplanung und DACH-Buchhaltung den Aufwand machen, brauchen ein System, das nach dem Angebot weiterplant. In beiden Fällen ergänzt die Bankettsoftware das PMS, die Zimmer bleiben dort. Die Übersicht für Hotels steht unter Hotel Software.

Was ist der Unterschied zwischen Bankettsoftware und Catering-Software?

Bankettsoftware kommt aus dem Hotel und dreht sich um Räume, Function Sheets und die Übergabe an Küche und Service im eigenen Haus. Catering-Software kommt aus der Produktion und dreht sich um Mengen, Rezepturen, Lieferung und Personal an wechselnden Orten. Viele Betriebe brauchen beides – Komplettsysteme wie Univents decken beide Seiten mit demselben Datensatz ab.

Eignet sich Bankettsoftware für Messen und Kongresse?

Für die Bewirtung, die Räume und das Personal ja: mehrere Räume je Veranstaltung, mehrtägige Produktionslisten und eine Schichtplanung für große Aushilfsteams sind dort die Kernanforderungen. Die Teilnehmerregistrierung übernimmt meist eigene Kongress-Software; für Kongresszentren und Großvenues mit vielen Abteilungen gibt es Enterprise-Lösungen wie Momentus.

Gibt es eine Bankett-App fürs Handy?

Browserbasierte Bankettsoftware läuft auf jedem Handy und Tablet. Für Service und Aushilfen zählt vor allem eine Mitarbeiter-App, in der Schichten angenommen, Zeiten erfasst und Pack- oder Checklisten abgehakt werden. Server-basierte Systeme brauchen dafür meist einen Fernzugriff.

Wie lange dauert die Umstellung auf eine Bankettsoftware?

Bei Cloud-Systemen mit Import ist ein Start in Tagen bis wenigen Wochen realistisch: Produkte, Räume und Kontakte übernehmen, Vorlagen für Angebote und Function Sheets aufsetzen, das Team einweisen. Lizenzbasierte Systeme mit Installation und Schulung vor Ort brauchen eher Monate, Enterprise-Einführungen 6 bis 18 Monate. Am besten startet man mit einer echten, noch offenen Veranstaltung statt parallel in Excel weiterzuarbeiten.

Nächster Schritt

Ordnen Sie Ihren Betrieb einem der fünf Typen zu, streichen Sie in der Tabelle alles, was nach dem Angebot aufhört, wenn Personal und Küche bei Ihnen den Aufwand machen – dann bleiben zwei bis drei Kandidaten. Spielen Sie mit jedem ein echtes Bankett durch, inklusive einer Änderung der Gästezahl. Für Univents geht das ohne Vertriebsgespräch: 7 Tage kostenlos über die Preisübersicht, oder Sie lassen sich Ihren Ablauf in einer Demo an Ihren eigenen Veranstaltungen zeigen.

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