Schichtplan-Vorlage (CSV)

Personaleinsatz, Stunden und Lohn je Event – fertige CSV für Excel.

Vorlage herunterladen

Ergebnis & Vorlagen per Mail (optional)

Schick dir das Ergebnis als Mail, dazu unseren Event-Spickzettel — und teste Univents 7 Tage kostenlos.

Kein Spam. Jederzeit abmeldbar. Datenschutz

Warum ein sauberer Schichtplan den Event-Tag rettet

Der Event-Tag entscheidet sich nicht am Buffet, sondern Tage vorher – im Schichtplan. Wenn um 17:00 die ersten Gäste kommen und drei Servicekräfte nicht wissen, ob sie um 15:00 oder 16:00 antreten, wo der Mitarbeitereingang ist und wer ihr Ansprechpartner vor Ort ist, dann verlierst du genau in der heißesten Stunde die Kontrolle. Kein Caterer scheitert an mangelndem Können seines Teams. Caterer scheitern an unklaren Schichten, fehlenden Treffpunkten und Pausen, die niemand eingeplant hat.

Ein guter Schichtplan ist mehr als eine Namensliste. Er ist das operative Drehbuch für deinen Event-Tag: Er sagt jedem Mitarbeiter, wann er wo zu sein hat, was er anhat, was er tut und wann er Pause macht. Gleichzeitig ist er deine Grundlage für die Lohnabrechnung, den Nachweis von Arbeitszeiten und die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes. Diese Schichtplan-Vorlage für Events & Catering gibt dir genau diese Struktur an die Hand – als sofort bearbeitbare Tabelle, die du herunterlädst, mit deinen Daten füllst und ans Team verschickst. Kein Rechner, kein Account, keine Lernkurve.

Was die Vorlage enthält

Die Vorlage ist als Tabelle aufgebaut, damit du pro Event einen kompletten Tagesplan auf einen Blick hast. Jede Zeile ist eine Schicht, jede Spalte eine Information, die dein Team braucht:

  • Mitarbeiter – Name (und idealerweise Telefonnummer) der Person, die diese Schicht übernimmt.
  • Position / Rolle – Service, Küche, Bar, Spülstraße, Auf-/Abbau, Schichtleitung. Wer was macht, muss vorher feststehen.
  • Start / Ende – Die konkrete Schichtzeit, nicht die Event-Zeit. Service-Personal kommt vor den Gästen, Küche oft noch früher.
  • Pausen – Wann und wie lange. Pausen gehören in den Plan, nicht ins Bauchgefühl (mehr dazu unten).
  • Stundensummen – Netto-Arbeitszeit pro Person (Schichtdauer minus Pause). Das ist deine Brücke zur Lohnabrechnung.
  • Treffpunkt – Wo trifft sich das Team? Mitarbeitereingang, Anlieferung, Künstlergarderobe – auf großen Locations verliert man sonst Minuten und Nerven.
  • Dresscode – Schwarz/weiß, Schürze, geschlossene Schuhe, einheitliches Polo. Schreib es hin, dann steht keiner im falschen Outfit da.
  • Ansprechpartner vor Ort – Eine Person mit Telefonnummer, die Fragen beantwortet und Entscheidungen trifft. Ohne klare Ansprechperson rufen zwölf Leute dich an.

Ergänzend lassen sich Felder für besondere Hinweise (Allergikertisch, VIP-Bereich, Sonderwünsche des Kunden) und für den Status (zugesagt / offen / krank) gut integrieren.

Wie wird aus dem Personalbedarf ein Schichtplan?

Ein Schichtplan beginnt nicht mit Namen, sondern mit Bedarf. Der häufigste Fehler ist, sofort Leute einzutragen, bevor klar ist, wie viele du überhaupt brauchst. Geh in dieser Reihenfolge vor:

  1. Eckdaten festziehen. Gästezahl, Bewirtungsform (Flying Buffet, gesetztes Menü, Standempfang), Event-Dauer, Location. Ein gesetztes 5-Gang-Menü bindet deutlich mehr Service als ein Stehempfang mit Fingerfood.
  2. Personalbedarf ableiten. Faustregeln helfen beim Start (z. B. eine Servicekraft auf eine bestimmte Gästezahl, je nach Bewirtungsform), aber jede Location hat eigene Wege, Treppen und Engstellen. Rechne Auf- und Abbau separat, sie kosten echte Stunden.
  3. In Rollen zerlegen. Aus „wir brauchen acht Leute" wird: zwei Küche, vier Service, eine Bar, eine Schichtleitung. Erst die Rollen, dann die Schichten.
  4. Schichten zeitlich legen. Nicht alle starten gleich. Aufbau-Team und Küche zuerst, Service gestaffelt, Abbau-Team bleibt am längsten. Staffeln spart Stunden und vermeidet Leerlauf.
  5. Namen zuordnen. Jetzt erst kommen die Personen rein – nach Qualifikation, Verfügbarkeit und Arbeitsrecht (Ruhezeiten beachten, siehe unten).
  6. Puffer einplanen. Eine Person mehr in Rufbereitschaft oder als später startende Reserve rettet dich bei Krankmeldung oder Gästeüberhang.

Beispiel-Szenario: Hochzeit für 120 Gäste

Stell dir eine Hochzeit in einer Schlosslocation vor: 120 Gäste, gesetztes 4-Gang-Menü, Sektempfang ab 16:00, Dinner ab 18:30, Party bis 02:00. So sieht ein gestaffelter Plan aus:

  • Aufbau & Küche (3 Personen): Start 13:00. Aufbau Bestuhlung, Eindecken, Mise en place. Auf-/Abbau ist Arbeitszeit – die Stunden zählen voll.
  • Service (5 Personen): Start 15:00, gestaffelt. Sektempfang, Menü-Service, Getränke. Pausen rollierend zwischen den Gängen.
  • Bar (2 Personen): Start 15:30, Ende 02:30. Hier fällt Nachtarbeit an (Zuschlag, siehe unten).
  • Schichtleitung (1 Person): Start 12:30, vor allen anderen da, letzte raus. Ansprechpartner für Team und Kunde.

Treffpunkt: Mitarbeitereingang Hof, 13:00. Dresscode: schwarze Hose, weißes Hemd, lange Schürze. Ansprechpartnerin vor Ort: Sandra, 0176-xxxxxxx. Mit diesen Angaben in der Tabelle weiß jeder vor dem Tag genau, was zu tun ist – und du bekommst keine Anrufe um 12:45.

Schichtübergaben sauber regeln

Lange Events laufen über mehrere Schichten. Genau an den Übergängen entstehen Fehler: Das Spätteam weiß nicht, welcher Tisch schon abgeräumt ist, wo der Nachschub steht oder welcher Gast eine Sonderbestellung hat. Plane Übergaben aktiv:

  • Überlappung einbauen. 15–30 Minuten, in denen alte und neue Schicht zusammen da sind. Wissen wird übergeben, nicht geraten.
  • Übergabepunkte definieren. Wer informiert wen worüber? Schichtleitung gibt den Stand weiter: offene Tische, Lagerbestand, Kundensonderwünsche, Probleme.
  • In der Tabelle markieren. Wenn eine Position von zwei Personen in zwei Schichten besetzt wird, soll man das im Plan sehen.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

  • Event-Zeit mit Schicht-Zeit verwechseln. Gäste ab 18:00 heißt nicht Personal ab 18:00. Rückwärts vom Event planen.
  • Pausen vergessen. Nicht eingeplante Pausen sind keine ersparte Zeit – sie sind ein Rechtsverstoß und ein erschöpftes Team um 22:00.
  • Keinen Puffer. Eine Krankmeldung am Morgen kippt einen Plan ohne Reserve komplett.
  • Auf-/Abbau unterschätzen. Das sind die unsichtbaren Stunden, die am Monatsende auf der Lohnabrechnung auftauchen.
  • Kein klarer Ansprechpartner. Ohne benannte Person vor Ort wird jede Kleinigkeit zum Telefonat mit dir.
  • Dresscode & Treffpunkt nur mündlich. Was nicht im Plan steht, wird vergessen. Schreib es in die Tabelle.

Was sagt das Arbeitsrecht zu Schichtplänen?

Ein Schichtplan muss das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) einhalten. Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Höchstarbeitszeit: max. 8 Stunden pro Tag, erweiterbar auf 10 Stunden, wenn innerhalb des Ausgleichszeitraums ein Ausgleich erfolgt.
  • Pausen: mindestens 30 Minuten ab mehr als 6 Stunden Arbeitszeit, mindestens 45 Minuten ab mehr als 9 Stunden.
  • Ruhezeit: mindestens 11 Stunden zwischen zwei Schichten. Wer um 02:30 Schluss macht, kann nicht um 11:00 wieder antreten.
  • Sonntagsarbeit: Gastronomie- und Eventgewerbe dürfen sonntags arbeiten (Ausnahme nach §10 ArbZG). Zuschläge fallen trotzdem an.

Bei den steuerfreien Zuschlägen (§3b EStG) gelten als Obergrenzen:

  • Nachtarbeit: 25 %
  • Sonntagsarbeit: 50 %
  • Feiertagsarbeit: 125 %

Und nicht vergessen: Auf- und Abbau sind Arbeitszeit. Die Stunden vor dem ersten und nach dem letzten Gast zählen voll – sowohl für die Höchstarbeitszeit als auch für die Bezahlung.

Grenzen dieser Vorlage

Diese Vorlage ist ein Planungswerkzeug, keine Rechtsberatung. Die genannten Werte sind die gesetzlichen Eckpunkte, aber dein konkreter Fall kann durch Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Branchenregelungen oder Landesrecht abweichen – gerade in Österreich gelten teilweise andere Regelungen als in Deutschland. Mindestlöhne, Behandlung von Minijobs, Behandlung von Trinkgeld und die genaue Auslegung von Ausgleichszeiträumen solltest du mit deiner Lohnbuchhaltung oder Steuerberatung klären. Nutze die Vorlage zum Strukturieren – die rechtsverbindliche Prüfung gehört in fachkundige Hände.

Praxis-Tipps für bessere Schichtpläne

  • Rückwärts planen. Starte beim spätesten Punkt (z. B. Gäste ab 18:00) und arbeite dich zurück zu jedem Schichtstart.
  • Eine Spalte für „bestätigt". Ein Schichtplan ist erst gültig, wenn jede Person zugesagt hat. Markiere offene Schichten farbig.
  • Telefonnummern in den Plan. Im Ernstfall willst du nicht erst im Personalsystem suchen.
  • Versioniere. Bei Änderungen kurz vor dem Event: neues Datum, alte Version weg. Sonst arbeiten zwei Teams mit zwei Plänen.
  • Vorlage je Bewirtungsform. Ein Standempfang und ein gesetztes Menü brauchen verschiedene Personalkurven – leg dir Muster an.
  • Pausen rollierend planen. Bei durchgehendem Service nimmt nie das halbe Team gleichzeitig Pause.
  • Nach dem Event abgleichen. Geplante vs. tatsächliche Stunden vergleichen – das verbessert deine Schätzung beim nächsten Mal und sichert die korrekte Abrechnung.

Wenn du diese Schichtpläne nicht jedes Mal von Hand neu bauen willst, helfen dir der Univents Personalbedarfs-Rechner beim Ableiten der richtigen Mitarbeiterzahl und der Zuschlags-Rechner beim sauberen Kalkulieren von Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschlägen.

Schluss mit Eventplanung in Excel

Univents bündelt Angebote, Personal, Küche und Finanzen für dein Event an einem Ort. Kostenlos starten, in Minuten loslegen.

Univents jetzt starten

Häufige Fragen

Was enthält die Schichtplan-Vorlage?
Eine fertige Tabelle für Schichten, Positionen, Start- und Endzeiten, Pausen und Stundensummen pro Mitarbeiter – sofort nutzbar für Event- und Cateringteams.
In welchem Format kommt die Vorlage?
Als bearbeitbare Datei zum direkten Ausfüllen. Du lädst sie ohne Anmeldung herunter und passt Positionen und Zeiten an dein Event an.
Berücksichtigt die Vorlage das Arbeitszeitgesetz?
Sie bietet Spalten für Pausen und Ruhezeiten, ist aber keine Rechtsberatung. Höchstarbeitszeiten und Pausenregeln nach ArbZG prüfst du für deine Schichten selbst.