Event-Budget-Rechner

Location, Catering, Getränke, Personal und mehr zu einem Gesamtbudget – pauschal oder pro Gast.

Budget-Posten
Location & Miete
Catering & Speisen
Getränke
Personal & Service
Deko & Floristik
Technik & Ausstattung
Sonstiges & Puffer
Budget-Übersicht
Location & Miete · Pauschal
2.000,00 €
Catering & Speisen · pro Gast
4.500,00 €
Getränke · pro Gast
1.500,00 €
Personal & Service · Pauschal
1.500,00 €
Deko & Floristik · Pauschal
800,00 €
Technik & Ausstattung · Pauschal
600,00 €
Sonstiges & Puffer · Pauschal
500,00 €
Gesamtbudget11.400,00 €
Budget pro Gast114,00 €

Unverbindliche Schätzung auf Basis grober Richtwerte. Tatsächliche Kosten hängen von Location, Saison und Anbietern ab und ersetzen kein konkretes Angebot.

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Warum Budgets nicht am großen Posten kippen, sondern an den kleinen

Wenn ein Event-Budget aus dem Ruder läuft, liegt es selten an der Location oder am Catering – die zwei großen Brocken kennst du von Anfang an, die stehen im Angebot. Was Budgets sprengt, ist die Summe der vielen kleinen Posten, die niemand auf dem Schirm hatte: die Reinigung danach, die GEMA-Anmeldung, die Versicherung, die Übernachtung für das Team, der zweite Getränkenachschub um 23 Uhr. Jeder einzelne Posten wirkt harmlos. In Summe sind es schnell 1.500 bis 3.000 €, die in keiner ersten Kalkulation standen.

Genau dafür ist der Event-Budget-Rechner gebaut: Er zwingt dich, alle Kategorien einmal durchzugehen, mischt Pauschalen mit Pro-Gast-Werten und rechnet dir live die Gesamtsumme und die Kosten pro Gast aus. Damit hast du in fünf Minuten ein realistisches Gerüst – nicht die finale Wahrheit, aber eine Planungsgröße, mit der du in Angebotsverhandlungen gehen kannst, ohne dich später zu blamieren.

Was kostet ein Event pro Gast? Die sieben Kategorien

Das Tool startet mit sieben Standardkategorien. Die hinterlegten Werte sind branchenübliche Richtwerte für ein mittleres Event in Deutschland/Österreich – du kannst und sollst sie anpassen, sobald du echte Zahlen hast.

  • Location – Pauschale 2.000 €. Raummiete, Grundausstattung, oft Endreinigung-Basis.
  • Catering45 € pro Gast. Speisen, vom Flying-Buffet bis zum Menü.
  • Getränke15 € pro Gast. Soft, Wein, Bier; ohne Premium-Spirituosen.
  • Personal – Pauschale 1.500 €. Service, Küche, Auf- und Abbau.
  • Deko – Pauschale 800 €. Floristik, Tischdeko, Licht-Akzente.
  • Technik – Pauschale 600 €. Ton, Licht, Beamer, Mikrofone.
  • Sonstiges/Puffer – Pauschale 500 €. Der Auffangposten für alles, was du jetzt noch nicht siehst.

Wichtig: Diese Zahlen sind Mittelklasse. Ein Stehempfang mit Fingerfood liegt beim Catering eher bei 20–30 € pro Gast, ein mehrgängiges Galadinner schnell bei 70–120 €. Die Richtwerte sind dein Startpunkt, nicht dein Ergebnis.

Pauschale vs. Pro-Gast – warum die Unterscheidung alles entscheidet

Der wichtigste Mechanismus im Tool ist die Trennung zwischen zwei Kostentypen, weil sie sich bei steigender Gästezahl komplett unterschiedlich verhalten:

  • Pauschale Posten bleiben fix. Location, Personal, Deko, Technik und der Puffer kosten (in erster Näherung) gleich viel, egal ob 80 oder 120 Gäste kommen. Der Raum wird nicht teurer, der DJ spielt zum selben Preis, die Bühne steht so oder so.
  • Pro-Gast-Posten skalieren linear. Catering und Getränke werden mit der Gästezahl multipliziert. Jeder zusätzliche Gast kostet dich hier echtes Geld.

Diese Logik hat eine direkte Konsequenz für die Kosten pro Gast: Sie sinken mit jedem zusätzlichen Gast, weil sich die Pauschalen auf mehr Köpfe verteilen. Genau deshalb ist die Kennzahl "Kosten pro Gast" so aussagekräftig – sie zeigt dir, ab wann sich ein Event "rechnet" und wo dein Break-even bei einer Ticket- oder Teilnehmergebühr liegt.

Ein zweiter, oft übersehener Effekt: Manche scheinbaren Pauschalen sind in Wahrheit gestaffelte Pro-Gast-Posten. Personal zum Beispiel bleibt nur bis zu einer bestimmten Gästezahl fix – bei 150 statt 80 Gästen brauchst du mehr Servicekräfte. Wenn du an diese Schwelle kommst, hebe die Pauschale an oder splitte sie auf.

Das Rechenbeispiel: 100 Gäste mit den Tool-Defaults

Nehmen wir ein klassisches Firmen-Sommerfest mit 100 Gästen und den Standard-Richtwerten durch:

  • Location (Pauschale): 2.000 €
  • Catering (100 × 45 €): 4.500 €
  • Getränke (100 × 15 €): 1.500 €
  • Personal (Pauschale): 1.500 €
  • Deko (Pauschale): 800 €
  • Technik (Pauschale): 600 €
  • Sonstiges/Puffer (Pauschale): 500 €

Gesamtsumme: 11.400 € Kosten pro Gast: 114 €

Was hier sofort auffällt: Catering und Getränke machen zusammen 6.000 € aus – mehr als die Hälfte des Budgets (52,6 %). Die fünf Pauschalen summieren sich auf 5.400 €. Wenn jetzt 20 Gäste mehr kommen, steigt das Budget nur bei den variablen Posten: +900 € Catering, +300 € Getränke = 12.600 € bei 120 Gästen, aber die Kosten pro Gast sinken auf 105 €. Das ist die Skaleneffekt-Logik in Zahlen.

Der Puffer: kein "Nice-to-have", sondern Pflicht

Die Pauschale "Sonstiges/Puffer" mit 500 € im Default ist bewusst niedrig angesetzt – sie ist eher ein Platzhalter. Die echte Faustregel lautet:

  • Mindestens 10 % Puffer auf die Gesamtsumme bei einem planbaren Indoor-Event in vertrauter Location.
  • Eher 15 % Puffer bei Outdoor-Events, neuen Locations, internationalen Gästen oder wenn viele Gewerke koordiniert werden müssen.

Beim Beispiel oben hieße das: 11.400 € + 10 % = 12.540 €, bei Outdoor 11.400 € + 15 % = 13.110 €. Der Puffer ist kein Eingeständnis schlechter Planung, sondern die Anerkennung, dass bei einem Event mit Dutzenden Beteiligten und einem fixen Datum immer etwas dazwischenkommt: das Wetter, der kurzfristige Mehrbedarf, die kaputte Technik, die nachbestellten Getränke. Wer ohne Puffer plant, finanziert Überraschungen aus der eigenen Marge.

Die typisch vergessenen Posten

Das hier ist der Teil, an dem die meisten Kalkulationen scheitern – nicht weil die Posten teuer sind, sondern weil sie unsichtbar bleiben, bis die Rechnung kommt. Geh diese Liste vor dem Event durch und pack jeden zutreffenden Posten ins "Sonstiges"-Feld oder als eigene Kategorie:

  • Versicherung – Veranstalterhaftpflicht, ggf. Ausfallversicherung. Bei größeren Events Pflicht, schnell 150–600 €.
  • GEMA-/AKM-Gebühren – Sobald Musik läuft (DJ, Band, Playlist), wird es meldepflichtig. Höhe richtet sich nach Fläche, Eintritt und Dauer; oft 100–400 € bei mittleren Events.
  • Reinigung – Endreinigung ist häufig nicht in der Raummiete enthalten. 200–500 € je nach Größe und Verschmutzung.
  • Übernachtung & Anfahrt – Für externes Personal, Künstler oder das eigene Team bei weiter Anreise. Hotelzimmer und Spesen werden gern vergessen.
  • Genehmigungen & Gebühren – Sondernutzung öffentlicher Flächen, Lärmschutz-Ausnahmen, Sperrzeiten.
  • Trinkgeld & Pfand – Klingt nach Kleinkram, sind bei 100 Gästen aber dreistellige Beträge.
  • Müllentsorgung – Bei Outdoor- und Festzelt-Events oft separat zu beauftragen.
  • Sicherheit/Ordner – Ab einer gewissen Gästezahl oder bei öffentlichem Zugang verpflichtend.

Eine pragmatische Regel: Wenn dir bei dieser Liste auch nur drei Posten einfallen, die zutreffen, ist dein Default-Puffer von 500 € zu klein. Erhöhe ihn, statt zu hoffen.

Richtwerte durch echte Angebote ersetzen

Der Rechner gibt dir eine Planungsgröße, kein verbindliches Budget. Der entscheidende Schritt kommt danach: Du ersetzt die Richtwerte Posten für Posten durch echte Angebote.

  • Zuerst die großen Hebel. Catering und Location machen meist 60–70 % aus. Hol hier zwei bis drei Angebote ein, bevor du irgendwas anderes finalisierst.
  • Pro-Gast-Werte verhandeln, nicht raten. Caterer kalkulieren selbst pro Person – frag nach dem Pro-Kopf-Preis inklusive aller Nebenkosten (Anlieferung, Geschirr, Spülung), nicht nur nach dem Speisenpreis.
  • Pauschalen aufdröseln. Eine "Personal-Pauschale" von 1.500 € ist eine Annahme. Sobald du weißt, wie viele Service-Stunden zu welchem Stundensatz nötig sind, ersetze die Schätzung durch die echte Rechnung.
  • Datum festschreiben. Viele Preise hängen am Wochentag und an der Saison. Ein Angebot für einen Samstag im Dezember ist nicht übertragbar auf einen Dienstag im März.

Trag die echten Zahlen zurück ins Tool, und du siehst sofort, wie sich Gesamtsumme und Kosten pro Gast verschieben. Aus dem groben Gerüst wird so Schritt für Schritt ein belastbares Budget.

Die Grenzen des Rechners

Sei ehrlich mit dir, wofür dieses Tool gut ist – und wofür nicht:

  • Es ersetzt keine Detailkalkulation. Mengengerüste, Schichtpläne, Materiallisten und Margenrechnung gehören in eine richtige Event-Kalkulation.
  • Es kennt deine Region nicht. Preise in München, Wien und einer Kleinstadt unterscheiden sich erheblich. Die Richtwerte sind ein Mittelwert.
  • Es bildet keine Staffelungen ab. Mengenrabatte beim Catering, gestaffelte Personalbedarfe, degressive Mietpreise – das musst du manuell nachjustieren.
  • Es ist eine Momentaufnahme. Inflation, Saison, Verfügbarkeit verschieben Preise laufend. Aktualisiere deine Richtwerte einmal pro Saison.

Der richtige Einsatzzweck: schnelle Orientierung, Angebotsplausibilisierung und die "Können wir uns das überhaupt leisten?"-Frage in der frühen Planungsphase.

Praxis-Tipps für ein sauberes Budget

  • Rechne immer netto und brutto getrennt. Bei B2B-Events ist die Mehrwertsteuer ein durchlaufender Posten, bei privaten Feiern landet sie voll bei dir.
  • Definiere eine harte Obergrenze, bevor du Angebote einholst – sonst verhandelst du gegen ein bewegliches Ziel.
  • Plane Catering und Getränke leicht über, nicht knapp. Zu wenig Essen merkt sich jeder Gast, zu viel kaum jemand.
  • Halte den Puffer separat sichtbar, statt ihn in die Posten einzurechnen. Nur so weißt du am Ende, ob du ihn gebraucht hast.
  • Dokumentiere jede Annahme. Welcher Pro-Gast-Wert, welcher Stundensatz, welche Gästezahl? Beim nächsten Event ist das deine Vorlage.

Wenn du regelmäßig Events oder Catering kalkulierst und aus dem groben Budget irgendwann eine echte, posten- und mengengenaue Kalkulation mit Angeboten, Schichten und Material werden soll, übernimmt Univents genau diesen Schritt – von der ersten Schätzung bis zur fertigen Catering-Kalkulation in einem System.

Schluss mit Eventplanung in Excel

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Häufige Fragen

Wie teile ich ein Event-Budget auf?
Grobe Verteilung: Catering 30–40 %, Location 15–20 %, Technik und Deko 15 %, Personal 10–15 %, Puffer 10 %. Je nach Eventtyp verschiebt sich die Gewichtung.
Wie hoch sollte der Puffer sein?
Plane mindestens 10 % für Unvorhergesehenes ein – kurzfristige Gästezahl-Änderungen, Wetter, Mehraufwand. Bei Outdoor-Events eher 15 %.
Ist das Ergebnis verbindlich?
Nein. Der Rechner liefert eine Budget-Struktur als Planungshilfe. Reale Kosten hängen von Angeboten, Region und Saison ab.