Pax ist die Branchenabkürzung für die Anzahl der Personen bei einem Event – etwa in Angeboten, Function Sheets oder Bestellungen ('120 Pax', 'Preis pro Pax'). Die Kurzform stammt aus dem Englischen ('passengers'/'persons') und wurde ursprünglich in der Reise- und Luftfahrtbranche geprägt, bevor sie sich in Gastronomie, Hotellerie und Eventcatering international durchsetzte.
Zuletzt geprüft von Andreas Köckeis am 15. Juli 2026Anders als oft angenommen ist Pax keine lateinische Ableitung von "persona", sondern eine Kurzform aus dem Englischen – ursprünglich aus "passengers" bzw. "persons", geprägt in der Reise- und Luftfahrtbranche zur schnellen Angabe von Personenzahlen (etwa in Flugmanifesten). Von dort wanderte der Begriff über Hotellerie und Bankettwesen in die gesamte Eventbranche und wird heute international einheitlich verwendet – ob in München, Wien oder Zürich meint "120 Pax" überall dasselbe.
Die Pax-Zahl ist die wichtigste Stellschraube jeder Eventkalkulation: Menüpreise, Personalbedarf und Bestellmengen werden fast immer "pro Pax" angegeben, damit sich Angebote unabhängig von der tatsächlichen Gästezahl vergleichen lassen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der angefragten Pax-Zahl (Erstanfrage), der kalkulierten Pax-Zahl (Angebotserstellung) und der finalen Pax-Zahl, die meist 3 bis 5 Werktage vor dem Event verbindlich gemeldet wird.
Zwischen diesen drei Ständen liegen oft Wochen bis Monate, in denen sich die Zahl noch verändert – ein Angebot, das strikt auf die Erstanfrage kalkuliert wurde, ohne spätere Anpassung, führt am Eventtag regelmäßig zu falschen Mengen.
Viele Caterer arbeiten mit einer Toleranzklausel im Vertrag (z. B. ±5 % Abweichung ohne Neukalkulation), weil sich Gästezahlen bis kurz vor dem Event noch ändern – gerade bei Firmenfeiern mit Anmeldefristen oder Hochzeiten mit später Zu-/Absage der Gäste. Überschreitet die Änderung diese Toleranz, wird meist neu kalkuliert, weil sich Wareneinsatz und Personalschlüssel bei größeren Abweichungen nicht mehr proportional anpassen lassen.
Wird die finale Pax-Zahl zu spät gemeldet, geraten Wareneinsatz und Schichtplan unter Druck: Zu wenig Personal oder zu knapp kalkulierte Mengen sind am Eventtag kaum noch auszugleichen. Umgekehrt bindet eine zu früh fixierte, zu hohe Pax-Zahl unnötig Kapital in Wareneinkauf, der am Ende nicht gebraucht wird – die Balance zwischen Planungssicherheit und Flexibilität ist deshalb einer der zentralen Streitpunkte in Cateringverträgen.
Je nach Land und Betrieb werden auch "Personen", "Gedecke" oder schlicht "Gäste" verwendet – Pax hat sich aber international als kürzeste, eindeutigste Variante durchgesetzt, gerade in schriftlicher Kommunikation zwischen Caterer, Location und Agentur. Bei mehrsprachigen Teams oder internationalen Kunden ist Pax deshalb oft die verlässlichere Wahl, weil der Begriff nicht übersetzt werden muss und in Angeboten, E-Mails und Function Sheets branchenübergreifend gleich verstanden wird – anders als "Personen" oder "Gäste", die je nach Kontext auch andere Bedeutungen haben können.
Ja, viele Angebote führen Kinder-Pax separat mit reduziertem Preis und angepasster Menge, weil Kinder in der Regel deutlich weniger essen und trinken als Erwachsene. Fehlt diese Unterscheidung, wird entweder zu viel produziert oder Familien zahlen den vollen Erwachsenenpreis für kleine Portionen – beides führt in der Praxis regelmäßig zu Rückfragen bei der Angebotsprüfung.
Preis pro Pax gibt den Angebotspreis pro Person an, unabhängig von der Gesamtgästezahl – so lassen sich Angebote verschiedener Caterer direkt vergleichen. Zusatzkosten wie Miete oder Technik werden dabei oft separat, nicht pro Pax, ausgewiesen.
Meist 3 bis 5 Werktage vor dem Event, wenn Wareneinkauf und Personalplanung final abgeschlossen werden müssen. Änderungen danach sind in der Regel nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich.
Nein, das ist ein verbreiteter Irrtum. Pax ist eine Kurzform des englischen 'passengers'/'persons' aus der Reise- und Luftfahrtbranche, nicht vom lateinischen 'persona' abgeleitet.
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