Rund 200 bis 250 Veranstaltungen im Jahr, davon etwa 90 Hochzeiten – und jedes Angebot lag bis vor Kurzem als Word- oder Excel-Datei auf einem Server im Büro. Heute dauert ein Standardangebot beim Gelben Haus in Nürnberg zwei Minuten.
Sebastian Homrighausen leitet das Catering im Gelben Haus. Der Betrieb macht Event- und Full-Service-Catering rund um Nürnberg, Erlangen und Fürth, inzwischen auch mit Abstechern nach München. Am liebsten große Firmenevents, „die etwas außer der Reihe sind“. Das Hauptgeschäft ist saisonabhängig: In den Sommermonaten bestimmen die Hochzeiten den Kalender.
Kurzprofil
- Gelbes Haus, Nürnberg
- Event- und Full-Service-Catering
- rund 200 bis 250 Veranstaltungen im Jahr, davon etwa 90 Hochzeiten
- von der Geburtstagsfeier mit 30 Gästen bis zum Firmenevent mit 1.000 Gästen
- unterwegs in Nürnberg, Erlangen, Fürth und zunehmend in München
- Ansprechpartner: Sebastian Homrighausen, Geschäftsleiter Catering
- vorher: Angebote in Word und Excel, gespeichert auf einem Server im Büro
Vorher: unzählige Dateien auf einem Server im Büro
Angebote, Kalkulationen, Listen – alles lief in Word und Excel. Das Team arbeitet überwiegend im Büro, und die Dateien lagen auf einem Server, der genau dort steht.
„25 Millionen Excel- und Word-Sheets auf einem Server, der hier im Büro steht. Unschön, wenn dann irgendwann mal doch was passiert.“
Sebastian HomrighausenGelbes HausDazu kam die Frage, von wo aus man überhaupt arbeiten kann. Wer nicht im Büro saß, musste sich erst per VPN auf den Server einwählen.
Was das neue System können musste
Homrighausen hatte drei Anforderungen. Erstens Zugriff von überall: Laptop aufklappen oder das Handy nehmen und loslegen, ohne Einwahl auf einen Server. Zweitens eine Oberfläche, die sich selbst erklärt – eine vorgefertigte Maske, damit nicht jede neue Kollegin und jeder neue Kollege lange eingelernt werden muss. Drittens Tempo:
„Es darf nicht mehr fünf Tage dauern, bis das Angebot raus ist, sondern das Angebot muss in zehn Minuten erstellt sein und fertig.“
Sebastian HomrighausenGelbes HausNur so lassen sich die Kundinnen und Kunden einfangen, die gerade auf der Suche sind.
Ein Standardangebot in zwei Minuten
Am deutlichsten spürt Homrighausen den Unterschied bei den Standardlocations: einigen festen Locations mit festen Buffets.
„Da merke ich es am krassesten, weil da dauert ein Angebot mittlerweile, weil alles voreingestellt ist, zwei Minuten.“
Sebastian HomrighausenGelbes HausAm längsten dauert inzwischen das Anlegen neuer Kundinnen und Kunden. Das Angebot selbst sei „nur noch ein Klickwerk von kurzer Dauer. Das ist das, wo ich hin wollte.“ Genau dorthin sollen als Nächstes auch die individuellen Angebote.
Korrigieren statt neu aufmachen
Weil das Gelbe Haus noch ein relativ kleines Unternehmen ist, geht jedes Angebot am Ende durch Homrighausens Hand. Früher hieß das: Excel- oder Word-Dokument öffnen, ändern, speichern, verschicken. Heute öffnet er das Angebot online, tippt seine Änderungen ein und gibt es zum Versand frei.
„Meine Korrekturgeschwindigkeit hat sich vervielfacht.“
Sebastian HomrighausenGelbes HausDazu kommt ein einheitlicher Auftritt. Früher sah jedes Angebot anders aus, heute haben alle dasselbe Design.
Warum Univents
Das Gelbe Haus hat sich vor der Entscheidung viele Programme angesehen und mehrere getestet. Nach einigen Monaten im Einsatz sagt Homrighausen: „Ich bereue es tatsächlich nicht.“ Den Ausschlag gab die Oberfläche:
„Ihr habt das klarste, übersichtlichste Bedienfeld aller Programme. Ich wollte eben kein Programm, das ausschaut wie eine große Excel-Liste, wo am Ende des Tages keiner durchblickt.“
Sebastian HomrighausenGelbes HausMindestens genauso wichtig ist ihm die Zusammenarbeit. Probleme wurden gelöst, und eigene Wünsche und Ideen fließen ins Produkt ein. Ein Beispiel aus der Woche des Interviews: Zugänge für Leute, die nur sehen und nichts bearbeiten sollen.
„Mega coole Geschichte, erleichtert mir das Arbeiten mit der Küche ungemein.“
Sebastian HomrighausenGelbes HausWas ehrlich noch offen ist
Beim Tempo ist das Gelbe Haus nach eigener Aussage noch nicht dort, wo es hinwill – „das ist aber nicht dem Programm geschuldet“, sagt Homrighausen. Die Umstellung lief nebenbei, mitten in der Hochsaison und während eines Personalwechsels. Auch der Weihnachts- und Messe-Shop ist gerade erst gestartet.
„Ich glaube, jedes neue Programm ist am Anfang schwierig, sei es durch Bugs oder durch Unwissenheit, auch von unserer Seite. Das ist ein Lernprozess, den du bei jedem neuen Programm hast.“
Sebastian HomrighausenGelbes HausNoch nicht umgestellt sind die Equipmentlisten und die Ablaufpläne. Die Ablaufpläne entstehen weiterhin in Word, per Copy-and-paste, weil jede Veranstaltung anders ist und viel Kundenabsprache drinsteckt. Was sich Homrighausen dafür wünscht: eine Maske, die Standards wie die Buffets übernimmt und Platz für den individuellen Teil lässt.
Für wen es passt – und für wen nicht
Nicht empfehlen würde Homrighausen Univents allen, die mit Catering nichts zu tun haben, und Betrieben, in denen eine Person alles allein macht:
„Wenn du ein Ein-Mann-Kochbetrieb bist, ist es am Ende des Tages wahrscheinlich einfach too much. Bestimmt eine Hilfe, aber ich glaube, dass der Kosten-Nutzen-Faktor dann nicht so gegeben ist.“
Sebastian HomrighausenGelbes HausFür Betriebe mit mehr Mitarbeitenden, bei denen sich viel überschneidet, sei es dagegen „eine absolut coole Geschichte“. Und weil sich die Oberfläche gerade schnell weiterentwickelt:
„Ich kann jedem, der sich da was überlegt, sagen: zugreifen, weil es einfach ein schönes Programm ist, mit dem wir arbeiten.“
Sebastian HomrighausenGelbes HausEin Satz zum Schluss
Gefragt, was sich seit der Einführung geändert hat, braucht Homrighausen nicht lange:
„Die interne Ordnung unserer Angebotsstruktur hat sich hundertprozentig geändert. Es ist alles viel ordentlicher geworden.“
Sebastian HomrighausenGelbes Haus
