Rabattcodes für Buchungsseiten und Tickets

Rabattcodes anlegen, auf Buchungsseiten und beim Ticketkauf einlösen lassen, per Kampagnen-Link vorbelegen, Freikarten und 100-%-Codes ohne Zahlung nutzen und Einlösungen auswerten.

Mit Rabattcodes gibst du deinen Kunden einen Preisnachlass, den sie auf deiner öffentlichen Buchungsseite oder beim Ticketkauf selbst eintippen — zum Beispiel „SOMMER10“ für 10 % oder „AUSSTELLER-BOE“ für zwei Freikarten. Der Rabatt steht danach je Position in der Bestellung und läuft von dort in den Zahlbetrag, in Angebot und Rechnung.

Einen Rabattcode anlegen

  1. Öffne Buchungsseiten und wechsle oben auf den Reiter Rabattcodes.
  2. Klicke auf Rabattcode anlegen.
  3. Lege im Dialog fest:
    • Code: 3 bis 40 Zeichen aus Buchstaben, Ziffern, Bindestrich und Unterstrich. Der Code wird in Großbuchstaben gespeichert, Umlaute werden umgesetzt (aus „FRÜHBUCHER“ wird „FRUEHBUCHER“). Mit dem Würfel-Knopf lässt du dir einen Code vorschlagen. Optional gibst du eine Bezeichnung für dich und dein Team an („Sommerkampagne“).
    • Rabatt: entweder Prozent (1 bis 100 %) oder ein Festbetrag in Euro, brutto.
    • Gilt für: alle Seiten oder nur bestimmte (auch Ticketseiten), dazu alle Produkte oder nur bestimmte.
    • Grenzen (alle optional): Gültig von/bis, Einlösungen insgesamt, Stück je Bestellung und Mindestbestellwert.
  4. Mit dem Schalter Aktiv entscheidest du, ob der Code sofort gilt. Dann Speichern.

Die Liste zeigt jeden Code mit seinem Status — Aktiv, Inaktiv, Abgelaufen, Ausgeschöpft oder Geplant —, der Regel und „3 / 50 eingelöst“. Ein Klick auf die Zeile öffnet die Code-Ansicht mit allen Einlösungen: Datum, Kunde, Seite, Rabatt, Bestellsumme und ein Link zur Anfrage, zur Veranstaltung bzw. zum Tickets-Tab.

Änderungen an einem Code gelten nur für neue Bestellungen. Sobald eine Bestellung den Code getragen hat, lässt sich der Code-Text nicht mehr ändern.

So rechnet der Rabatt

  • Ein Code je Bestellung. Der Kunde löst höchstens einen Code ein.
  • Erst die Preisregeln, dann der Code. Preiskonditionen deiner Seite greifen zuerst, der Code rechnet auf dem Ergebnis. Ein Standardrabatt, den du beim Kunden hinterlegt hast, bleibt davon getrennt und gilt wie bisher auf dem Beleg.
  • Prozent wird auf jede rabattfähige Position angewendet. Festbetrag wird auf die rabattfähigen Positionen verteilt, nie über deren Summe hinaus und nie unter 0 €; der Rabatt ergibt sich auf den Cent genau.
  • Nur bestimmte Produkte: Dann bekommen nur diese Positionen Rabatt. Ein Paket zählt als ein Produkt, seine Bestandteile nicht einzeln. Aufpreise aus dem Menükonfigurator folgen ihrer Hauptposition.
  • Mindestbestellwert: Gemessen wird der Warenwert vor dem Code. Liegt der Warenkorb darunter, greift der Code nicht — der Kunde sieht, ab welchem Betrag er gilt.
  • Raummiete wird nur dann rabattiert, wenn sie als Position im Warenkorb des Kunden steht. Mieten, die erst nach dem Absenden hinzukommen, bleiben ohne Rabatt.

Stück-Deckel: Freikarten und begrenzte Aktionen

Mit Stück je Bestellung deckt der Rabatt höchstens so viele Stück ab, wie du einträgst — die teuersten Stücke zuerst. So wird aus „100 % und 2 Stück“ ein Freikarten-Code für Aussteller: Der Kunde bestellt sechs Tickets, zwei sind frei, vier zahlt er.

⚠️ Bei Abrechnung pro Gast, pro Stunde oder pro Kilometer gilt der Stück-Deckel nicht. Diese Positionen haben keine zählbaren Stücke; sobald du einen Stück-Deckel setzt, bleiben sie ohne Rabatt. Der Dialog weist am Feld darauf hin. Brauchst du bei so einer Position einen Nachlass, lässt du den Stück-Deckel weg und nutzt Prozent oder einen Festbetrag.

Was der Kunde sieht

Das Feld Rabattcode eingeben erscheint nur, wenn für die Seite mindestens ein Code aktiv ist und der Warenkorb nicht leer ist. Es steht an genau einer Stelle: in der Kasse des Webshops, in der Zusammenfassung des Formulars bzw. Anfrage-Assistenten und beim Ticketkauf vor dem Bezahlen.

  1. Der Kunde tippt den Code und klickt Einlösen (oder drückt Enter).
  2. Gilt der Code, ersetzt ein Etikett wie „SOMMER10 · 10 % Rabatt“ das Feld, und in der Summe steht die Zeile Rabatt (SOMMER10). Mehrwertsteuer und Gesamtsumme passen sich an. Mit Entfernen nimmt er den Code wieder heraus.
  3. Gilt der Code nicht (abgelaufen, ausgeschöpft, Mindestbestellwert nicht erreicht, keine passende Position), sagt eine klare Meldung warum.
  4. Beim Absenden prüft Univents den Code noch einmal und rechnet den Rabatt selbst nach. Ist er inzwischen ungültig, erscheint ein Hinweis mit der neuen Summe und dem Knopf Ohne Rabattcode fortfahren — der Kunde zahlt nie einen anderen Betrag als den angezeigten.

Auf Seiten mit Online-Zahlung zahlt der Kunde den rabattierten Betrag. Beträge zwischen 0,01 € und 0,49 € kann Stripe nicht abbuchen; greift ein Code so, dass der Rest in diesem Bereich läge, meldet die Seite das und der Code greift nicht.

Hängst du ?code=SOMMER10 an den Link einer Buchungs- oder Ticketseite, ist der Code beim Öffnen vorbelegt und wird geprüft, sobald das Feld erscheint. Das funktioniert auch auf eingebetteten Seiten.

Den fertigen Link bekommst du in der Codeliste: ⋯-Menü der Zeile, Link kopieren. Gilt der Code für mehrere Seiten, wählst du vorher die Seite. Praktisch für Newsletter, Social Media oder Partner — in der Code-Ansicht siehst du, wie oft welche Kampagne eingelöst wurde. Nutzt du Google Tag Manager, tragen die Ereignisse booking_submit und generate_lead zusätzlich den Code als coupon.

Freikarten und 100-%-Codes: bestellen ohne Zahlung

Kommt als Summe 0,00 € heraus, entfällt die Zahlung:

  • Ticketseiten: Der Knopf heißt Tickets kostenlos bestellen. Die Tickets werden ausgestellt und per E-Mail verschickt — auch wenn du kein Zahlungskonto verbunden hast. Ein 0-€-Ticket braucht keine Zahlungsanbindung.
  • Buchungsseiten mit Direktzahlung: Der Knopf heißt Kostenlos buchen, der Zahlungsschritt zeigt „Keine Zahlung nötig“. Die Buchung läuft wie eine bezahlte weiter — ist bei der Seite „Bei Zahlung automatisch annehmen“ eingeschaltet, wird sie also direkt angenommen.

Achtung bei 100 %: Ohne Stück-Deckel und ohne Einlöse-Limit bekäme jede Bestellung alles geschenkt. Der Dialog warnt dich; setze bei 100 %-Codes immer eine Stückzahl oder ein Limit.

Wie Einlösungen gezählt werden

Mit Einlösungen begrenzt du, wie oft ein Code insgesamt genutzt werden kann.

  • Bei Buchungen und Anfragen zählt eine Einlösung ab dem Absenden. Lehnst du die Anfrage ab oder wird die Bestellung storniert, ist die Einlösung wieder frei.
  • Bei Tickets zählt die Einlösung erst mit der Zahlung. Wer den Bezahlvorgang startet, hält den Code bis zu 35 Minuten („Im Bezahlvorgang“ in der Code-Ansicht); bricht er ab oder läuft die Stripe-Sitzung aus, wird der Code sofort wieder frei. Ein zweiter Kunde bekommt in dieser Zeit „Dieser Code wurde bereits vollständig eingelöst“, wenn das Limit erreicht wäre.
  • Zahlt jemand, dessen Haltezeit schon abgelaufen war, trotzdem noch, gewinnt die Zahlung — der Kunde bekommt seine Tickets mit Rabatt, auch wenn der Code dadurch minimal über sein Limit kommt.

Deaktivieren: die Notbremse

Ist ein Code in falsche Hände geraten (der Code steht plötzlich auf Instagram), öffnest du das ⋯-Menü der Zeile und wählst Deaktivieren. Das wirkt sofort für alle neuen Eingaben und Bestellungen — in jedem Tarif. Ticketkäufer, die schon im Bezahlvorgang sind, behalten ihren Rabatt; bereits geschriebene Bestellungen bleiben wie berechnet. Mit Aktivieren schaltest du den Code wieder ein, mit Löschen entfernst du ihn endgültig.

Rabattcode oder Geschenkgutschein?

Ein Rabattcode ist kein Guthaben. Er senkt den Preis einer Bestellung (und damit auch die Umsatzsteuer), hat keinen Restbetrag und wird nicht verkauft. Für verkaufte Geschenkgutscheine mit Guthaben ist er nicht geeignet — dort müsste der Gutscheinwert als Zahlungsmittel statt als Preisnachlass laufen.

Belege, Tickets und Auswertung

  • Anfrage-Seiten: Der automatische Angebotsentwurf trägt den Rabatt je Position als Positionsrabatt; seine Summe entspricht der Bestellsumme.
  • Bestellungen und Veranstaltungen: Im Anfrage-Detail und bei den Buchungen steht „Rabattcode SOMMER10 (−12,50 € bei Bestellung)“. Der Betrag ist der Stand beim Absenden und ändert sich nicht, wenn du später Positionen anpasst.
  • Ticketverkauf: Tickets, die mit einem Code gekauft wurden, tragen im Tickets-Tab ein Etikett mit dem Code; der Ticket-Export enthält eine Spalte Rabattcode. Bei einer Rückgabe wird der rabattierte Anteil erstattet, nie mehr als bezahlt; bei einer 0-€-Bestellung kannst du nur stornieren.
  • Veranstaltung kopieren: Eine kopierte Veranstaltung übernimmt die Positionen zum Listenpreis ohne den Code-Rabatt; das Original bleibt unverändert.

Wer darf Rabattcodes verwalten, und in welchem Tarif?

Rabattcodes gehören zum Bereich Einstellungen: Inhaber und Admins haben vollen Zugriff, eigene Rollen laut Rollen-Matrix, Crew-Zugänge sehen keine Codes. Anlegen und Ändern gibt es ab dem Tarif Core; Ansehen, Deaktivieren und Löschen funktionieren in jedem Tarif. Jede Änderung steht im Aktivitäts-Feed.

Per KI-Assistent verwalten

Der KI-Assistent kann Rabattcodes anlegen, ändern, auflisten und deaktivieren — mit denselben Regeln wie der Dialog: „Leg einen Code HERBST15 mit 15 % bis Ende Oktober für den Webshop an“ oder „Der Code SOMMER10 ist auf Instagram gelandet, sofort abschalten“. Einen 100-%-Code legt der Assistent erst nach deiner ausdrücklichen Bestätigung an. Die Seite findest du auch über die Frage „Wo finde ich die Rabattcodes?“.

Häufige Fragen

Kann ein Kunde mehrere Codes kombinieren? Nein, höchstens einen Code je Bestellung.

Warum sehe ich auf meiner Buchungsseite kein Feld für den Code? Das Feld erscheint nur, wenn für die Seite ein aktiver, gültiger Code existiert — gilt der Code nur für andere Seiten, ist er hier unsichtbar. Außerdem muss der Warenkorb mindestens eine Position enthalten. Seiten vom Typ Event-Formular und der KI-Chat kennen keine Rabattcodes.

Ein Kunde meldet „Code gilt nicht“ — woran liegt es? Meist an Zeitraum (das Ende ist der letzte gültige Tag, einschließlich), Einlöse-Limit, Mindestbestellwert oder daran, dass die Produkte im Warenkorb nicht zum Code gehören. Öffne den Code in der Liste: Status und Regeln zeigen den Grund.

Warum gilt der Rabatt nicht auf meine Pro-Gast-Positionen? Weil du einen Stück-Deckel gesetzt hast — siehe Abschnitt „Stück-Deckel: Freikarten und begrenzte Aktionen“.

Wie vergebe ich Freikarten ohne Code? Direkt im Tickets-Tab über Freikarten, siehe Ticketverkauf und Einlass mit QR-Code. Einen Code nutzt du, wenn die Empfänger selbst bestellen sollen.

Univents-Newsletter

Produkt-Neuigkeiten und Praxistipps für Event- und Catering-Betriebe. Etwa einmal im Monat, nicht öfter.